Halbzeit: Abschied vom Meer
San Francisco kommt mir vor wie ein Mini-New York. Auch hier riecht es an jeder Ecke nach Marihuana, auch hier gibt es neben dem Luxus viele Obdachlose, auch hier gibt es zahlreiche Wolkenkratzer, ein Museum of Modern Art (das stolz darauf ist, grösser als dasjenige in NY zu sein) und sogar eine Kopie des ikonischen „Flatiron Building“. Und auch hier dominiert eine boomende Branche mit Milliardenumsätzen (hier Tech- dort Finanz- und Immobilienbranche). Im Unterschied zur pulsierenden Weltstadt an der Ostküste geht es an der Westküste aber überall etwas unaufgeregter zu und her. Noch ist hier nicht alles so dicht bebaut, die Hafeninfrastruktur ist noch sichtbar. Südeuropäisches Flair herrscht vor, was mit den häufigen Küstennebeln eine eigentümliche Konstellation ergibt. In der Halbzeit der Reise genissen wir hier ein paar Tage Erholung. Und ja, es ist auch ein Abschied vom Meer. Zwei Wochen lang wars der Atlantik, dann zwei Wochen der Pazifik, die uns begleitet haben. Nun werden wir bald ins Landesinnere aufbrechen, von 0 auf meistens so um die 1500 bis 2000 m über Meereshöhe. Unser Schiffausflug nach Sausalito liess uns über die Nebel staunen, die über die Küstenhöhen steigen, sich auf der anderen Seite beim herabsinken im Sonnenschein auflösen. Zu Fuss die Golden-Gate-Bridge in der goldenen Stunde zu überqueren, bescherte uns ein intensives Schauspiel der Orangetöne. Unvergesslich!
