Nur eine kleine Reifenpanne
Wir sind vor drei Tagen wohlbehalten in Cassies Haus angekommen, das ihr hier in Halloweendeko seht. Es ist ein Traumhaus aus Holz mit vielen Winkeln und schönen Räumen, inmitten von Bäumen in einem grünen Quartier und mit einer lebhaften Nachbarschaft mit vielen Kindern. Cassie hat uns gewohnt herzlich aufgenommen und wir fühlen uns sehr wohl hier.
Cassie ist die Freundin von Katharina. Die beiden kennen sich seit dem Schüleraustausch 1988. Seit den letzten Jahren haben wir wieder intensiven Kontakt, da Cassie zweimal nach Europa gekommen ist. Nun war die Reihe an uns, sie und ihre Familie zu besuchen. Katharina war seit 37 Jahren nicht mehr hier.
Unsere gesamte Reise verlief ohne Komplikationen, abgesehen von den wegen des Shutdowns geschlossenen Nationalparkeinrichtungen. Nur hatten wir zwei Autostunden vor unserem Ziel eine Reifenpanne, inmitten von Nirgendwo, wie die Leute hier sagen. Bevor die Luft ganz aus dem linken vorderen Reifen entwichen war, erreichten wir den Dorfplatz von Cottonwood Falls. Wir versuchten, mit der Kartusche etwas anzufangen, die sich anstelle eines Reserverades im Auto befand. Mit einer schlechtem Internetverbindung suchten wir nach einer Anleitung und fanden schliesslich heraus, dass die Kartusche allein nicht für eine provisorische Reparatur ausreicht, sondern es noch einen Apparat braucht, der nicht im Auto war. Als wir gerade die Autovermietung anrufen wollten (mit wenig Hoffnung auf Hilfe nach Büroschluss), sah ich zwei Typen am anderen Ende des Dorfplatzes, die gerade ihr Gespräch beendeten. Ich spurtete hin. Es stellte sich heraus, dass ihnen die Tankstelle mit Garage gehört und sie gerade Feierabend hatten. Doch Coby störte das keineswegs. Mit viel Freude reparierte er den Reifen rasch und fachmännisch. Neben dem scharfen Stein, der die Panne verursacht hatte, fand er auch noch eine abgebrochene Schraube, die schon länger im Reifen gesteckt hatte und reparierte auch noch dieses Loch. Mit seiner Fröhlichkeit und positiven Ausstrahlung hat er mich sehr beeindruckt. Wir hatten unglaubliches Glück, ihn zu treffen und trafen erleichtert und mit nur anderthalb Stunden Verspätung bei Cassie ein. Gleichtags hatten wir auf unserer längsten Etappe noch ein anderes schönes Erlebnis in Nirgendwo, im durch und durch landwirtschaftlich geprägten Bundesstaat Kansas. Wir machten Mittagsrast im Örtchen Stafford. Kurz vor Betriebsschluss betraten wir das fast einzige Lokal, quasi die Dorfbeiz. Die Wirtin stellte uns nicht nur ein deftiges Westernomelett mit Rösti auf den Tisch, sondern wollte uns weitgereiste Exoten auch noch die Rechnung erlassen. Wir revanchierten uns mit einem grosszügigen Trinkgeld für das nette Personal.
Cassie ist die Freundin von Katharina. Die beiden kennen sich seit dem Schüleraustausch 1988. Seit den letzten Jahren haben wir wieder intensiven Kontakt, da Cassie zweimal nach Europa gekommen ist. Nun war die Reihe an uns, sie und ihre Familie zu besuchen. Katharina war seit 37 Jahren nicht mehr hier.
Unsere gesamte Reise verlief ohne Komplikationen, abgesehen von den wegen des Shutdowns geschlossenen Nationalparkeinrichtungen. Nur hatten wir zwei Autostunden vor unserem Ziel eine Reifenpanne, inmitten von Nirgendwo, wie die Leute hier sagen. Bevor die Luft ganz aus dem linken vorderen Reifen entwichen war, erreichten wir den Dorfplatz von Cottonwood Falls. Wir versuchten, mit der Kartusche etwas anzufangen, die sich anstelle eines Reserverades im Auto befand. Mit einer schlechtem Internetverbindung suchten wir nach einer Anleitung und fanden schliesslich heraus, dass die Kartusche allein nicht für eine provisorische Reparatur ausreicht, sondern es noch einen Apparat braucht, der nicht im Auto war. Als wir gerade die Autovermietung anrufen wollten (mit wenig Hoffnung auf Hilfe nach Büroschluss), sah ich zwei Typen am anderen Ende des Dorfplatzes, die gerade ihr Gespräch beendeten. Ich spurtete hin. Es stellte sich heraus, dass ihnen die Tankstelle mit Garage gehört und sie gerade Feierabend hatten. Doch Coby störte das keineswegs. Mit viel Freude reparierte er den Reifen rasch und fachmännisch. Neben dem scharfen Stein, der die Panne verursacht hatte, fand er auch noch eine abgebrochene Schraube, die schon länger im Reifen gesteckt hatte und reparierte auch noch dieses Loch. Mit seiner Fröhlichkeit und positiven Ausstrahlung hat er mich sehr beeindruckt. Wir hatten unglaubliches Glück, ihn zu treffen und trafen erleichtert und mit nur anderthalb Stunden Verspätung bei Cassie ein. Gleichtags hatten wir auf unserer längsten Etappe noch ein anderes schönes Erlebnis in Nirgendwo, im durch und durch landwirtschaftlich geprägten Bundesstaat Kansas. Wir machten Mittagsrast im Örtchen Stafford. Kurz vor Betriebsschluss betraten wir das fast einzige Lokal, quasi die Dorfbeiz. Die Wirtin stellte uns nicht nur ein deftiges Westernomelett mit Rösti auf den Tisch, sondern wollte uns weitgereiste Exoten auch noch die Rechnung erlassen. Wir revanchierten uns mit einem grosszügigen Trinkgeld für das nette Personal.


