Campen mit Bären und Cougars
Habe ich euch schon erzählt, dass wir todesmutig im Cougar-County gezeltet haben? Was übersetzt soviel wie „Land der Berglöwen“ heisst. Tatsächlich gibt es im Olympic National Park, der doppelt so gross ist wie der Kanton Zürich, die in den Bergen beheimateten Pumas. Ausser vor Cougars wird im Olympic Nationalpark wie auch in den meisten anderen Nationalparks, die wir noch besuchen werden, mit Nachdruck und nicht grundlos auch vor Schwarzbären, Grizzlys, und Waschbären gewarnt. Letztere sind wohl eine eher harmlosere Variante von unliebsamen Begegnungen mit Wildtieren. Doch dazu später. Nach zwei Tagen in Seattle hat also unser Kontrast-Programm zum Luxus auf der Queen Mary 2 dem und Grossstadt-Hipster-Leben in New York vollends begonnen. Es folgen Bilder unserer letzten Tage auf der Olympic-Halbinsel westlich von Seattle. Auf den Olympic Nationapark hatten wir uns fast am meisten gefreut, da er als absolutes Bijou und Highlight gilt und und von USA-Kennern wie Magdalena und Beat oder auch Cassie Marshall, meiner afs-Freundin aus Kansas City, empfohlen wurde. Wir wurden nicht enttäuscht, sondern unsere Erwartungen wurden um ein Vielfaches übertroffen! Der Park mit den drei Kern-Regionen „Berge, Regenwald und Pazifik-Nebelküste“ ist einfach nur grossartig und wunderwunderschön! Dieser Park ist ein traumhafter Ort, wo wir drei Nächte auf zwei verschiedenen Zeltplätzen gecampt haben. Die Campingplätze in den Nationalparks sind sehr einfach. Es hat meist nicht einmal eine Rezeption, sondern man meldet sich online an, und es gibt einfach zum Beispiel etwa 100 Plätze in einem Waldstück auf fünf „Loops“, das sind eine Art Ring-Einbahnstrassen, die man entlangfährt und sich einen freien Platz aussucht. Bei jedem Platz gibt es einen Tisch und Bänke zum Essen, einen Parkplatz fürs Auto, eine Feuerstelle und sehr sehr viel Platz rundherum, so dass man das nächste Zelt oder den nächsten Camper kaum sieht. Es ist sehr idyllisch und der Olympic-Nationalpark wunderschön. Es gibt im ganzen Park fast nur Regen-Urwald, weil es sehr feucht und oft neblig ist. Die Bäume sind dicht mit Moos und Flechten behangen und am Boden ist alles voller Farne. Sehr zauberhaft. Von der Berglandschaft mit dem Mount Olympic (wirklich traumhaft, wie in der Schweiz, auch mit Gletschern) hat man eine atemberaubende Fernsicht über die endlosen Wälder und Täler, frei von jeglicher Infrastruktur wie z. B. Stromspannungsmasten, Häuser, Bergbähnli oder Restaurants. Es gibt bloss wenige Strassen und man kann mit dem Auto bis auf 1800 Meter über Meer hochfahren, danach geht’s zu Fuss, aber auf einem geteerten Strässchen weiter. Denn die grossen Wälder, bekannt ist vor allem der Hoh-Regenwald, und die Pazifikküste mit traumhaften Nebelküsten und Felsformationen und sehr viel Schwemmholz. Auch der „Tree of Life“ war noch im Olympic-Nationalpark an der Küste. Vom Wind zerzauste, uralte Bäume.
Nach dem Olympic sind wir zwei Tage Richtung Süden gefahren und sind jetzt in Oregon. Der ganze Staat ist ebenfalls dicht bewaldet, teilweise gibt es Obstbäume und ländliche Regionen. Die Küste ist wunderschön überall. Weisser, breiter Sandstrand und hellblaues, klares Meer. Oregon hat auch Berge. Und so sind wir gestern 6 oder 7 Stunden Auto gefahren, unter anderem über einen Pass, der fast 2000 Meter war und sind jetzt auf 1200 Metern in einem hübschen Städtchen in einem sauberen Motel am Ausruhen. Morgen geht’s wie gesagt nochmals in die Berge zum „Crater Lake“.
Insgesamt geht alles gut, aber ich bin froh, heute einen Faulenzertag im Hotelzimmer (und mit Wäsche waschen) gehabt zu haben. Pausen sind wichtig, um wieder Neues aufnehmen zu können. So sind wir morgen bereit, den „Crater Lake“, einen kreisrunden See in einem Vulkankrater auf 2000 Metern zu erkunden.
Nach dem Olympic sind wir zwei Tage Richtung Süden gefahren und sind jetzt in Oregon. Der ganze Staat ist ebenfalls dicht bewaldet, teilweise gibt es Obstbäume und ländliche Regionen. Die Küste ist wunderschön überall. Weisser, breiter Sandstrand und hellblaues, klares Meer. Oregon hat auch Berge. Und so sind wir gestern 6 oder 7 Stunden Auto gefahren, unter anderem über einen Pass, der fast 2000 Meter war und sind jetzt auf 1200 Metern in einem hübschen Städtchen in einem sauberen Motel am Ausruhen. Morgen geht’s wie gesagt nochmals in die Berge zum „Crater Lake“.
Insgesamt geht alles gut, aber ich bin froh, heute einen Faulenzertag im Hotelzimmer (und mit Wäsche waschen) gehabt zu haben. Pausen sind wichtig, um wieder Neues aufnehmen zu können. So sind wir morgen bereit, den „Crater Lake“, einen kreisrunden See in einem Vulkankrater auf 2000 Metern zu erkunden.
P.S. Ah ja, auf diesen Zeltplätzen gab’s nur gerade WC-Häuschen mit einem kleinen Lavabo mit kaltem Wasser (beim zweiten gab’s immerhin warmes Wasser). Sonst gar nichts, weder Duschen, noch einen Laden, noch ein Restaurant noch Campingplatz-Betreiber. Man ist dort wirklich total auf sich selbst gestellt. Zum Glück hatten wir unseren Kocher dabei und haben vorher ein bisschen eingekauft. Aber es war schon recht spartanisch :-). Aber auch wunderschön. Nach drei Tagen war es dann umso schöner, wieder eine warme Dusche zu haben und ein Dach über dem Kopf. Ich kenne nicht viele, die das mitmachen würden, mit 55 noch im Zelt auf dem Boden zu schlafen…., in den fernen USA, wo’s Bären und Berglöwen gibt (kein Witz, man musste das Essen immer gut im Auto verstauen). Von daher würde ich sagen, kann Markus froh sein, mich als Partnerin zu haben, die so abenteuerlustig ist, und das noch alles mitmacht… (unsere Mitreisenden auf der Queen Mary, Yvonne und Niklaus, sprechen uns ihre ungeteilte Bewunderung für unsere Zelt-Abenteuer aus, und Yvonne, meine ehemalige Cevi-Leiterin, meint, das könne man nur als Hardcore-Cevi-Veteran machen … Recht hat sie. Aber es gefällt mir ja auch. Nur dürfen wir auch nicht vergessen, dass wir keine 20 mehr sind …










